Der Namensgeber unserer Sternwarte: Walter Hohmann (1880–1945)
👶 Frühes Leben
- Geboren: 18. März 1880 in Hardheim, Deutschland
- Familie: Sohn eines Arztes
- Kindheit im Ausland: 1885–1891 lebte die Familie in Port Elizabeth, Südafrika, bevor sie nach Deutschland zurückkehrten
🎓 Ausbildung
- Studium: Bauingenieurwesen an der Technischen Universität München – Abschluss 1904
- Promotion: 1920 an der RWTH Aachen
🏗️ Beruflicher Werdegang
- Arbeit als Ingenieur und Architekt in:
- Wien
- Hannover
- Breslau
- Später Stadtbaurat / Architekt in Essen, wo er viele Jahre tätig war
🚀 Wissenschaftliche Leistungen
- Ab 1912 beschäftigte er sich intensiv mit Fragen der Raumfahrt und Orbitalmechanik
- 1925 veröffentlichte er sein Hauptwerk: „Die Erreichbarkeit der Himmelskörper“ – ein Meilenstein der Raumfahrttechnik.
- Darin beschrieb er erstmals die energieeffiziente Umlaufbahn, die heute als 👉 Hohmann-Transferorbit bekannt ist
- Seine Berechnungen wurden später zur Grundlage realer Raumfahrtmissionen.
🪐 Ehrungen
- Nach ihm benannt wurden:
- Ein Mondkrater (seit 1970)
- Ein Kleinplanet (seit 2005)
- Die Walter-Hohmann-Sternwarte in Essen
- Der Planetenweg in Hardheim
🕊️ Tod
- Gestorben: 11. März 1945 in Essen, Deutschland
🗺️ Anfahrt & Lage
Die Walter-Hohmann-Sternwarte liegt auf dem Scherenberg, einer Anhöhe südöstlich von Hardheim im fränkischen Odenwald. Die Sternwarte ist etwa 3 km von Hardheim entfernt, ausgeschildert und über die Ortsverbindungsstraße Richtung Pülfringen erreichbar. Parkmöglichkeiten gibt es direkt am Gelände oder beim nahegelegenen Bundeswehrdepot.
🔭 Ausstattung & Beobachtungen
- Die Sternwarte ist mit einem stationären und einem mobilen Teleskop ausgestattet und bietet regelmäßig öffentliche Himmelsbeobachtungen an – von Planeten über Sternschnuppen bis hin zu Sonnen- und Mondfinsternissen.
- Veranstaltungen beginnen manchmal mit einem Kurzvortrag in der Bücherei der Walter-Hohmann-Schule, bevor es bei klarem Himmel zur Sternwarte geht.
- Bei bedecktem Himmel fällt die Veranstaltung leider aus.